0003 – der Wolf in mir

Liebes Tagebuch,

Ich habe aktuell einen wunderbaren Leitsatz:

„It all begins and ends in your mind. What you give power to, has power over you, if you allow it.“ 

– Leon Brown

Ich merke das in letzter Zeit ganz häufig. Ich liege zum Beispiel mit meiner besten Freundin am See, die Sonne scheint, wir lesen beide ein gutes Buch. Wir haben Essen dabei und Musik, wir haben den ganzen Tag frei und keine Verpflichtungen. Doch anstatt diese Situation zu genießen denke ich: „Jetzt liegst du hier schon wieder nur rum, du solltest lieber produktiv sein. Was machst du eigentlich aus deinem Leben? Du bist echt zu gar nichts zu gebrauchen. Es ist viel zu heiß, ich schwitze und bestimmt bekomme ich Sonnenbrand. Ohman, jetzt kommen auch noch Mücken. Das ist echt ätzend hier, ich will wieder heim. Aber daheim – was wartet da auf dich? Eine leere Wohnung, Chaos, nichts als Licht im Kühlschrank. Du bist so unorganisiert. Wann lernst du endlich mal dein Leben auf die Reihe zu bekommen? …“ Ich führe das jetzt nicht weiter fort, du kannst es dir sicher vorstellen. Aus einem schönen, entspannten Tag am See wird also ein Tag voller Selbstzweifel und Minderwertigkeitskomplexe. Und warum? Einfach, weil ich es zulasse. Weil ich mir antrainiert habe mich selbst zu kritisieren und mein Geist sich jetzt ständig damit beschäftigt. Ich gebe den negativen Gedanken so viel mehr Raum als den Positiven. Dazu gibt es eine ganz tolle Geschichte, die das perfekt auf den Punkt bringt:

Ein alter Indianer erzählt seinem Enkel:

In meiner Brust wohnen und kämpfen zwei Wölfe. 

Einer davon ist der Wolf der Dunkelheit, des Neides, der Verzweiflung, der Angst, und des Misstrauens.

Der andere ist der Wolf des Lichtes, der Liebe, der Lust und der Lebensfreude.

Fragt der Enkel: Und welcher der Beiden wird gewinnen?

Der alte Indianer antwortet daraufhin: Der, den ich füttere.

In letzter Zeit füttere ich leider zu oft den Wolf der Dunkelheit. Doch alleine diese Erkenntnis kann mich schon weiter bringen. Für heute Abend habe ich mir jedenfalls vorgenommen den Wolf des Lichtes zu füttern. Und zwar mit den schönen Erlebnissen am See, in der Sonne, mit meiner besten Freundin.

Und damit gute Nacht liebes Tagebuch, wir hören uns morgen wieder!

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